Warum pdf?

Holger Priebs



 
Auf den Seiten von www.priebs.de werden Sie in Zukunft vermehrt Materialien im Portable Document Format (pdf) vorfinden.

Worin liegt der Vorteil dieses Dateiformats?

Sicher wird Ihnen bereits aufgefallen sein, dass die Weitergabe von computergeschriebenen Dokumenten längst nicht immer reibungslos funktioniert. Was auf dem ursprünglichen Computer noch prima aussah und (meistens) auch so ausgedruckt wurde, sieht auf dem Computer der Kollegin / des Kollegen zerrupft aus: 

  • Was vorher auf eine Seite passte, wird auf einmal auf zwei Seiten gedruckt
  • Grafiken werden nicht oder fehlerhaft dargestellt
  • Mühsam erstellte Tabellen, Listen usw. verrutschen oder werden beim Ausdruck abgeschnitten
  • Sonderzeichen, Hinweispfeile u.dgl. verschwinden oder werden als Hieroglyphen dargestellt
  • Die vom Erzeuger benutzten Schriftarten sind auf dem Zielsystem nicht vorhanden
Und dies, obwohl der gleiche Computertyp und sogar das gleiche Textprogramm verwendet wird!

Noch schlimmer wird es, wenn man zwar den gleichen Computertyp verwendet, dafür jedoch eine andere Textverarbeitung. Bei MS Word genügt mitunter auch eine "veraltete" Version des gleichen Programms, um eine damit erzeugte Datei nicht mehr lesen zu können.

Vollständig im Regen stehen Anwender/-innen, die beispielsweise einen Macintosh, einen Linux- oder BSD-Rechner verwenden. Nicht immer gelingt es, einen Text mit einem bestimmten Layout zwischen verschiedenen Rechnerwelten auszutauschen.

Gerade im Internet sollte Information jedem zugänglich und auch von jedem verwendbar sein!

Die Lösung des Problems ist seit langem verfügbar und heißt Portable Document Format (pdf). Für nahezu jeden Rechner- und Betriebssystemtyp (sogar für DOS!) gibt es den kostenlos erhältlichen Acrobat Reader der Firma Adobe. Dieser ermöglicht das Anschauen und Ausdrucken von pdf-Dokumenten im ursprünglichen Layout, egal, wie und wo das Dokument erzeugt wurde. 
Es gibt daneben auch andere kostenlose Produkte (z.B. xpdf), auf die aber hier nicht eingegangen werden soll.

Wie komme ich an den Acrobat Reader?

Die Firma Adobe stellt den Acrobat Reader auf Ihrer Website kostenlos zum Download zur Verfügung. Auf der Startseite befindet sich ein gelbes Logo "Get Acrobat Reader", das zur entsprechenden Seite führt.
Häufig ist man aber bereits, ohne es zu wissen, im Besitz des Acrobat Readers.
Auf vielen CDs, die Computerzeitschriften beiliegen, ist der Reader bereits enthalten.
Aus Kostengründen verzichten (leider) immer mehr Hardwareanbieter auf eine gedruckte Dokumentation ihrer Produkte und legen pdf-Dokumente bei. Wer z.B. ein neueres ELSA-Modem besitzt, findet u.U. auf der beigelegten CD-ROM ebenfalls den Acrobat Reader.

Kann ich pdf-Dateien auch selbst erzeugen?

Das Erzeugen von pdf-Dokumenten ist keine Geheimwissenschaft. Die beste (und teuerste) Möglichkeit ist die Anschaffung des Programmes Acrobat  (nicht zu verwechseln mit dem Acrobat Reader) der Firma Adobe. 
Wer es lieber kostenlos hat, kann mit dem Gespann aus Ghostview und Ghostscript ebenfalls zum Ziel gelangen. Unter Windows installiert man zusätzlich einen PostScript-Druckertreiber, druckt aus einer beliebigen Anwendung (darf auch Word sein :-) in eine Datei und wandelt diese mit den genannten Produkten in ein pdf-Dokument um. 
Wer an der letztgenannten Möglichkeit ernsthaft interessiert ist, möge im Internet nach der Datei gsv27550.exe  suchen. Dieses Paket enthält für Windows 9x-Benutzer/-innen alles Notwendige.


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