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3D-Betrachter für Fotos


 Willkommen bei dem Bau des 3D-Betrachters!
  1. Was bedeutet '3D' ?
  2. Was hat '3D' mit Fotos zu tun?
  3. Wieso können wir überhaupt räumlich sehen?
  4. Herstellung von 3D-Fotos
  5. Die Vorbereitung
  6. Der Zusammenbau des Gehäuses 
  7. Oberflächenbehandlung 
  8. Einsetzen der Linsen
  9. Los geht's! 
  10. Credits

1. Was bedeutet '3D' ?

Der Ausdruck '3D' bedeutet 'drei Dimensionen' oder 'dreidimensional'. Gemeint sind die drei Dimensionen, die jeder Körper im Raum hat: Breite, Höhe, Tiefe.
 

2. Was hat '3D' mit Fotos zu tun?

Wenn du mit deinem Fotoapparat Bilder aufnimmst, erhältst du vom Fotolabor Papierbilder. Auch wenn deine Bilder sehr gut gelungen sind: Das Papierbild ist und bleibt flach, stellt also das, was du aufgenommen hast, nur in den zwei Dimensionen der Fläche dar (Höhe und Breite).
 

3. Wieso können wir überhaupt räumlich sehen?

Die beiden Augen des Menschen haben einen seitlichen Abstand von ca. 7 bis 8 cm. Auch wenn sie beide auf den gleichen Gegenstand gerichtet sind, so ist das, was sie sehen, doch leicht unterschiedlich. Du kannst das überprüfen, indem du deine ausgetreckte Hand betrachtest und abwechselnd das linke und das rechte Auge schließt.
 

4. Herstellung von 3D-Fotos

Die gute Nachricht zuerst: Du kannst mit deinem Fotoapparat dreidimensionale Bilder selbst aufnehmen!
Alles was du brauchst, ist ein wenig Geduld und Vorüberlegung. Du weißt bereits, dass das räumliche Sehvermögen des Menschen auf dem Abstand der beiden Augen zueinander beruht. Wenn du mit deinem Fotoapparat zweimal das gleiche Bild aufnimmst und dabei den Apparat um 10 - 20 cm seitlich versetzt, hast du bereits eine 3D-Aufnahme. Mit dem 3D-Stativ, das wir nach dem Betrachter anfertigen, geht das noch einfacher!

 

5. Die Vorbereitung

Die einzelnen Sperrholzplatten, die für den 3D-Betrachter benötigt werden, sind bereits fertig zugeschnitten. Deine Aufgabe: Säge mit der Laubsäge die Öffnungen für die Linsen in die Frontplatte für die Fotos in die Maskenplatte. Dazu musst du dir die technische Zeichnung genau ansehen und die Umrisse der Öffnungen mit Bleistift auf deine Platten übertragen. Vergiss nicht, deinen Namen auf das Stück  zu schreiben!
 

6. Der Zusammenbau des Gehäuses

a.) Material

Du benötigst folgende Materialien und Hilfsmittel: 

  1. Die Frontblende (mit den ausgesägten Öffnungen)
  2. Die Rückwand
  3. Die beiden Seitenwände
  4. Die Vorrichtung
  5. Holzleim
  6. Zwinge 
b.) Die Vorrichtung
  • Bestreiche die Stirnseiten der Frontblende und der Rückwand mit Holzleim.
  • Füge dann die Teile wie auf der Abbildung zusammen. 
  • Arbeite mit deiner Partnerin/ deinem Partner zusammen!
  • Spanne das Werkstück nicht zu fest ein, da es sonst schief wird!
c.) Einsatz einer zusätzlichen Zwinge
  • Wenn du sicher bist, dass das Gehäuse gerade zusammengesetzt ist, kannst du vorsichtig den oberen Teil mit einer Zwinge zusammenspannen.
  • Warte mindestens 5 Minuten, bevor du die obere Klemme abnimmst!
d.) Aufsetzen der Bodenplatte 

Wenn du mit deinem Ergebnis zufrieden bist, kannst du jetzt die Bodenplatte des Betrachters aufleimen.
Bestreiche alle Kanten mit Holzleim und drücke die Bodenplatte fest auf!
Verwende dann  eine Zwinge und warte nochmals mindestens 5 Minuten!

e.) Distanzleisten

Länge nun die 3 Holzleisten mit der Feinsäge ab! 
Jede Leiste muss genau 100mm lang sein!

f.) Die Maske schwärzen 

Mit dem schwarzen Benzinstift malst du eine Seite der Bildmaske schwarz an. 
Bedenke, dass Flecken von Benzinstift nur sehr schwer entfernbar sind!

g.) Einbau der Bildmaske 
  • Zuerst werden die drei Leisten als Abstandhalter auf die Rückseite
  • geleimt. 
  • Danach wird die Bildmaske aufgeleimt.
  • Auch hier gilt: mindestens 5 Minuten einspannen!
7. Oberflächenbehandlung

Bevor die Linsen eingesetzt werden, müssen alle Oberflächen leicht nachgeschliffen werden, um Berarbeitungsspuren zu beseitigen.
Alle Kanten werden gebrochen.


8. Einsetzen der Linsen 

Die Linsen werden mit Alleskleber eingeklebt. Es hat sich bewährt, die Öffnungen zuerst von innen mit Klebstoff zu bestreichen und antrocknen zu lassen. Danach werden die Fassungen der Linsen vorsichtig mit Klebstoff bestrichen und eingesetzt.

9. Los geht's!

Wenn Leim und Klebstoff abgebunden haben, kannst du deine 3D-Bilder einsetzen.
Die Abbildung zeigt, wie du den Betrachter halten musst. Halte den Betrachter nahe an deine Augen! 
Es kann sein, dass es eine Weile dauert, bis du ein räumliches Bild siehst.
 

10. Credits

Alle Zeichnungen, Fotos, Anleitungen, Texte usw. dieser Seite sind © 1998 Holger Priebs.
Die ursprüngliche Idee zu diesem Bauplan stammt aus:

Werken und Technik 
140 Kopiervorlagen 
Lehrmittel Björnson 
Hamburg 1990 

Dank auch an meine Schülerinnen und Schüler!


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